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#08 Speisekartenanalyse -auswärts bewusst essen! Teil 3

diätkonform genießen

Wieder vorab: es geht nicht explizit um das Einsparen von Fett oder Kohlenhydraten, sondern eher darum, bei der Auswahl von typischen Speisen etwas cleverer/ achtsamer vorzugehen und die Kalorienzahl letzlich im Auge zu behalten bzw. etwas zu begrenzen. Der Kontext dieses und des vorherigen Artikels ist der, dass du gerne auf deine Ernährung achten möchtest und auch auswärts nicht alle Grundsätze über Bord werfen willst, aus den verschiedensten Gründen.

Wer auswärts "einfach essen" will, ist hier "falsch" oder könnte die Ausführungen missverstehen als unnötige Selbstgeißelung.

 

Auf "FDH" (Friss die Hälfte) oder "Teilen" oder "Rest einpacken lassen" als offensichtlichste Möglichkeiten gehe ich nun auch nicht ein ;-) Dann wäre der Artikel hier zu Ende und ich hätte einen super Mehrwert generiert, NICHT.

"typisch deutsch"

 Zu dieser Kategorie ist eigentlich im vorherigen Blogartikel (Teil 1) das Meiste bereits gesagt. Die allgemeingültigen Aussagen kannst du wunderbar auf die deutsche Küche anwenden.

 

Currywoscht:

Wähle eher die fettärmere Rindswurst, statt die aus gemischtem Fleisch. Verzichte auf die Mayonnaise zu den Fritten und begnüge dich mit der Currysauce. Im Idealfall wählst du eher Brot als frittierte Pommes als Beilage.

 

Sauerbraten/ Haxe mit Kartoffeln und Sauerkraut:

Bei dem Fleischanteil des Gerichts steckt oft viel ungesundes Fett in der "Kruste" , insbesondere bei Haxe oder auch bei Hähnchenhaut. "Kasseler" sind da die "beste Wahl" (wenn man Fleisch essen möchte).

Kartoffeln variieren je nach Zubereitung, meistens ist der Fettgehalt wohl in etwa so (aufsteigend):

1: Salzkartoffeln / Pellkartoffeln / Ofenkartoffel

2: Kartoffelbrei (meist auch mit Sahne oder Butter verfeinert)

3: Bratkartoffeln

3-4: Kartoffelsalat mit Essig/Öl (3) oder Mayodressing (eher eine 4)

4: frittierte Kartoffeln = Pommes 

bei gleichbleibendem Kohlenhydratgehalt.

 

Sauerkraut ist meist eine wundervolle, ballaststoffreiche Beilage.

 

Weißwurst mit Brezeln:

Man mags kaum glauben aber hier ist es teils der süße Senf der dir das Gericht noch bombiger macht. Beschränke dich da bewusst.

 

Spätzle/ Schupfnudeln:

Klar, der Käse ist in der Regel sehr sehr fettig, bietet aber auch eine gewisse Portion Eiweiß. Im Prinzip kannst du hier kaum sinnvoll vorgehen. Du kannst aber nach einer kleinen Portion fragen und einen Salat dazu bestellen (Dressing separat) oder dir auch mal den Rest einpacken lassen. Absolut legitim.  

 

Subway sandwhich

Bestandteile des Sandwhich

Brötchen/ Sub = Kohlenhydrate, wobei die Brotsorte kaum einen Unterschied hinsichtlich der Makros macht. 

 

Wraps/ Flatbread = Kohlenhydrate, sogar mehr als in den klassischen Subs!!!

 

Belag = bestimmt den Eiweiß- aber hauptsächlich Fettgehalt; sehr unterschiedlich, bei aufsteigendem Fettgehalt in etwa so:

wenig Fett: Veggie Delite; Beef; Turky; Ham; Chicken

mittlelmäßig viel Fett: Salami&Kochschinken; Steak&Cheese; Thunfisch (MAYO!); Veggie Pattie

richtig viel Fett: Salami pur; BBQ

 

Sonstiger Belag = Käse extra ergibt mehr Fett (und etwas mehr Eiweiß); bei "Salat" hau drauf was du willst (Mikronährstoffe)

 

Saucen = Schwerpunktmäßig entweder auf Fett oder Kohlenhydraten (KH), teils auf beidem. Auf jeden Fall hat die ein oder andere Sauce das Potential, deinen Sub kalorisch hoch zu drücken!

Als grobe Übersicht, hier die Saucen mit den Schwerpunkten:

 

FETT

- Caesar-Sauce

- Chipottle Southwest

- Lite Mayonnaise

- Olivenöl

 

KOHLENHYDRATE

- Honey-Mustard

(kaum Fett, mittelmäßig KH)

- Sweet Onion

- BBQ

(kaum Fett, viele KH)

BEIDES moderat

- Yogurt Sauce

"NEUTRAL"

- Hot Sauce

- Rotweinessig


optionen zum "sparen"

01. Wähle eine fettarme Variante, wenn du viele Kalorien sparen willst

 

02. Wähle eher die klassischen Subs, als die Flatbreads oder Wraps.

 

03. Keinen extra Käse, gegebenenfalls sogar ganz ohne!

 

04. Statt (extra) Käse wähle vielleicht den fettärmeren Frischkäse, um das Sub etwas saftiger zu machen! Das ist auch hinsichtlich der Saucenauswahl eine gute Alternative!

 

05. Such dir eine Sauce aus der Tabelle aus, die deinen Ansprüchen am nächsten kommt - oder lass sie eben einfach weg! Im Zweifelsfall kannst du mir einer "neutralen" Sauce zumindest nichts "falsch" machen.

Burger

Bestandteile eines Burgers:

 

Bun/ Brötchen = Kohlenhydrate, meist aus glutenhaltigem Weißmehl ohne nennenswerte Mikronährstoffe, manchmal aus Vollkornalternativen, die meist einen gleichbleibenden Kohlenhydratgehalt liefern, aber zumindest noch ein paar Ballaststoffe dazu. Sollten die Hälften angebraten sein "versteckt" sich hier auch oft noch eine zusätzliche Fettquelle. Brötchen können wahre "Fettschwämme" sein.

 

Patties = in der Regel hauptsächlich Eiweiß- und Fettquelle. Generell sind pflanzliche Fette tendenziell vorzuziehen, da tierische Fette in der Regel hauptsächlich gesättigte Fettsäuren bieten (wohingegen die einfach oder mehrfach gesättigten Fettsäuren wertvoller sind. Das gilt auch für das Fett aus Milchprodukten). Der Fettanteil erhöht sich durch das Braten.

 

Veggie Patties = Oft aus Bohnen, Kichererbsen oder Linsen, womit sie naturgemäß sowohl pflanzliches Eiweiß als auch Kohlenhydrate und viele Mikronährstoffe bieten. Auch hier erhöht sich der in der Regel anfangs geringe Fettanteil durch das Braten. Insgesamt trotzdem meist die fettärmere Alternative gegenüber Hackfleischpatties.

 

Klassischer Belag = Tomate, Gurke und Salatblatt - dazu muss ich nichts sagen denke ich. Mikronährstoffe, hauptsächlich Wasser, das fällt nicht ins Gewicht. Obacht aber bei süß/sauer eingelegten Gurken. Wenn eine große, eingelegte Gurke drauf ist hat die eventuell auch ordentlich "Zuckereinlegewasser" gezogen. Aber mal ehrlich - ein Stück Zuckergurke wird auch nicht der Hauptanteil der Kalorien ausmachen. 

 

Sauce = oft klassisch Mayo und/ oder Ketchup. Mayo ist super fettig, Ketchup meist sehr kohlenhydrathaltig aufgrund des Zuckers. Sehr gehaltvoll sind in der Regel BBQ-Saucen (weil sie viel Zucker = Kohlenhydrate enhalten).

 

Extras = so gut wie alle Extras pumpen hauptsächlich den Fettgehalt hoch (Speck, Käse, Avocado, Ei, eingelegtes Gemüse wie Aubergine oder Zucchini). Zusätzlich zum Fett wird der Kohlenhydratgehalt erhöht zum Beispiel durch karamellisierte Zwiebeln, extra BBQ Saucen, etc. Natürlich kann auch ein Eiweißanteil dabei sein, der wird aber angesichts der anderen beiden Makronährstoffe eher in den Hintergrund treten.

 

Optionen zum "sparen":

01. Hier ist die leichteste Möglichkeit etwas zu "sparen": einfach die obligatorischen Pommes gegen Salat oder Gemüse austauschen oder weg lassen. Das geht überall. 

 

02. Den "Deckel", also die obere Hälfte des Brötchens einfach nicht mit essen. 

Tatsächlich kannst du meistens auch den Belag ohne Brötchen bestellen und stattdessen zum Beispiel um eine Avocado bitten - sättigt auch oder sogar mehr und bietet gesundes Fett statt vieler Kohlenhydrate. Die Rechnung ist natürlich meistens entsprechend teurer. Eine Avocado wiederum bietet extrem viel Fett, das solltest du wissen und berücksichtigen. Hier würdest du also fast pure Kohlenhydrate gegen fast pures Fett tauschen. Das kann in einer LowCarb oder Keto-Ernährung optimal sein.

 

03. Bleib Basic! In der Regel ist der klassische Hamburger der "leichteste". Alles was hinzu kommt wie Speck, Käse, Spiegelei, Avocado, karamellisierte Zwiebeln oder spezielle Saucen pumpen den Kaloriengehalt weiter hoch, sowohl fettig als auch zuckrig.

 

04. Vegane oder vegetarische Patties sind häufig fettärmer als fleischige.

 

0 5. Vielleicht gibt es in dem Laden auch Wraps oder die angebotenen Burger als "Salatversion". Achte bei Salat auch auf die Dressings! Im Zweifelsfall Essig und Öl separat erbitten!

Beim Italiener - Pizza

Bestandteile einer pizza

Boden = Kohlenhydrate, meist aus glutenhaltigem Weißmehl; je dünner umso "besser" zum sparen aus offensichtlichen Gründen (weniger Material)

 

Calzone = vermeintlich eine normaler Weißmehlteig wie bei der Pizza, als Schiffchen, aber meist doch mehr Teigmaterial - mehr Kohlenhydrate

 

Tomatensauce = seeeehr unterschiedlich je nach dem, wo man isst. Hier kann eine Menge Zucker und Fett enthalten sein, in der Regel wird die Tomatensauce aber nicht der "Sprengstoff" sein.

 

Käse = ist natürlich nicht gleich Käse. Aber in der Regel gilt hier: je mehr, umso fettiger. Die "schlechteste" Wahl ist sicher eine Quattro Formaggi. Der Käse bietet wieder tierische Fette (gesättigte Fettsäuren) und dazu einen Eiweißanteil. Je fettiger der Käse umso schmackhafter, entsprechend wählt die Gastronomie gerne fettige Sorten. Manchmal bis häufig (da hab ich keine gesicherte Erkenntnis) wird aufgrund der Kostenersparnis auch Analog-Käse verwendet, wobei keine Kennzeichnungspflicht besteht. Analogkäse besteht meist hauptsächlich aus billigem, gehärtetem Pflanzenfett (oft Palmöl) oder Rindertalg mit Aroma, Farbstoffen und Emulgatoren.  Hier hilft nur Fragen, fraglich aber ob du eine ehrliche Antwort kriegst. 

 

Belag = dazu weiter unten mehr. Generell möglichst viel Gemüse für ein paar Mikronährstoffe wählen und möglichst wenig Tier. Vorsicht bei vielen Oliven: auch die haben viel Fett und viele Kalorien, bieten aber eine gesündere Fettquelle als Käse oder Fleisch. Durch den Belag wirst du am ehesten den Fett- und Eiweißgehalt deiner Pizza bestimmen.

 

Salami = Eiweiß und viel Fett

Schinken = Eiweiß und medium Fett

Lachs = Eiweiß und viel Fett

Thunfisch/ Sardellen = Eiweiß und wenig Fett

Ei = Eiweiß und medium Fett

Gemüse = Mikronährstoffe (nahezu kalorienneutral)

Optionen zum "Sparen":

01. Wähle generell die kleinste Variante oder frag nach einer "kleinen" Pizza und bestell einen Salat dazu  als Sättigungsbeilage (Dressing separat und optional)

 

02. Lass den Käse weg oder bestelle mit "wenig Käse" oder auch eine Portion Parmesan/ Mozzarella separat. Dann ertrinkt die Pizza nicht im Käsefett, ist knuspriger und du hast es wortwörtlich in der eigenen Hand, wie viel Käse auf deiner Pizza landet.

 

03. Lass deine Pizza mit viel Gemüse belegen (bessere Sättigung und nahezu kalorienneutral)

 

04. Bestell dir vielleicht einfach gleich ein Pizzabrot und einen Salat (Dressing evtl. separat)

 

05. Wenn es tierische Produkte obendrauf sein sollen: bedenke die Eiweiß-/ Fettkombi der verschiedenen Zutaten.

Beim Italiener - Pasta

Die sauce macht's...

Die Grundlage ist so gut wie immer ein erheblicher Haufen Kohlenhydrate. Die Form spielt eher keine Rolle. Ganz selten gibt es Hülsenfruchtnudeln oder sonstige Alternativen, die weniger Kohlenhydrate und dazu stattdessen Eiweiß bieten. Konzentrieren wir uns aber auf gängige Kombinationen.

 

Pasta "Aglio e Olio" oder "Pesto"

= Kohlenhydrate mit richtig viel Fett (Öl, beim guten Italiener zumindest gesundes Olivenöl); Eiweißquelle und Mikronährstoffe fehlen; bei der Pesto-Variante oft auch noch ein Fettanteil aus Nüssen (= eher gesund)

Pasta mit Tomatensauce

= je nach Zubereitung meist eine der fettärmsten Alternativen, Achtung: nicht tonenweise Parmesan darüber streuen (= Fett); Eiweißquelle fehlt

Pasta Bolognese

= meist mit gemischtem Hackfleisch ergo tierisches Eiweiß und Fett, mit Tomatenbasis aber tendenziell "mittelkalorisch"

Pasta Carbonara

= klassisch sollte die Sauce aus Speck, Ei und Käse bestehen, mittlerweile häufig aus Speck und Sahne. Die erste Variante wäre noch etwas "gesünder", aber beide Varianten sind extrem fettig und reich an gesättigten Fettsäuren, bieten aber noch eine gewisse Eiweißquelle

Pasta mit Lachs

= generell eiweißreich und fettig, aber reich an Omega3-Fettsäuren aus dem Lachs. Ohne zusätzlich Sahnesauce sicher nicht die schlechteste Wahl, wenn man keine Trennkost betreibt (Kohlenhydrate und Fett getrennt einnehmen)

Pasta mit Rindfleischstreifen

= Eiweiß- und Fettanteil, der Fettgehalt aus gesättigt Fettsäuren; tendenziell jedoch sicher eine der eiweißreicheren und fettärmeren Optionen

Pasta mit Hähnchen

= Eiweiß und wenig Fett, selbst wenn das Hähnchen angebraten wurde. Auch hier Vorsicht bei Sahnesaucen.

Pasta mit Garnelen / Meeresfrüchten

= in der Regel die fettärmste Version neben Pasta mit Tomatensauce, dafür aber noch eine Eiweißquelle dabei

Lasagne/ Al Forno

= meist mit tierischem Eiweiß und Fett, insbesondere aber viel Fett aus dem Käse zum überbacken und "geschmeidig" machen

Tortellini / Maultaschen

= abhängig von der Füllung, bei Fleisch meist fettiger als bei Gemüsefüllung, bei Maultaschen eher weniger Kohlenhydrate als bei Tortellini, mit Ricottafüllung sehr fettig....

Optionen zum "Sparen":

01. Generell ist es sinnvoll, Kohlenhydrate nicht mit Fett zu kombinieren. (Warum kannst du im Ernährungsguide von Linda Pepping nachlesen - Sparmöglichkeit am Ende des Artikels) Daher würde ich empfehlen, aufgrund dessen und weil Fett die höchste Kaloriendichte aufweist (= meiste Kalorien) fettarme Kombinationen auszuwählen (siehe oben)

 

02. Extra Parmesan (= extra Fett) weglassen oder sparsam einsetzen.

 

03. Keine in Käse geschwenkte oder überbackenen Variante (auch nicht Lasagne).

 

04. Fragen, ob man weniger Nudeln und dafür mehr Gemüse im Gericht haben kann.

 

05. Fragen, wie Saucen zubereitet werden (Lachs/ Hähnchen mit oder ohne Sahne? Carbonara  mit Ei+Käse oder Sahne?)

beim türken - Döner / Pasta / Reisgerichte

Bestandteile eines Döners

Fladenbrot = Kohlenhydrate, viel

 

Dürüm/ Lahmacun = Kohlenhydrate, und tatsächlich sogar mehr als bei einem Viertel Fladenbrot!

 

Fleisch = meist recht fettiges aber eiweißhaltiges Rindfleisch, manchmal auch als Geflügelfleischvariante (deutlich fettärmer!) oder mit Falafel als Veggie-Variante (= mittelmäßig viel Fett und Kohlenhydrate, etwas Eiweiß)

 

Sauce = die kann es wirklich in sich haben! Viel tierisches Fett ist hier meist aufgrund der Sahne- oder schmackhaft fettreichen Joghurtbasis, es empfiehlt sich einfach zu fragen, auf welcher Basis die Sauce hergestellt ist.

 

Belag = Gemüse - meist einfach Mikronährstoffe und damit relativ kalorienneutral. 

 

Beilagen/ Extras = Schafskäse oder Halloumi bieten Eiweiß und viel Fett; Reis (Kohlenhydrate) ist meist noch in Öl triefend (=viel extra Fett); Tomaten-Gurken-Salat ist oft eine gute Beilage, das Dressing kannst du von den meist "groben" Würfeln ganz gut "abschütteln" und hast so mehr Volumen und Mikronährstoffe

 

Pasta = viele Kohlenhydrate, klassisch mit viel Öl gebraten (= viel Fett), wenig Eiweiß, kaum Mikronährstoffe

 

Reisgerichte = viele Kohlenhydrate, klassisch meist mit viel Öl (= viel Fett); hier gilt bezüglich der Beilagen das Gleiche wie beim Döner

optionen zum "sparen"

01. Ziehe den klassischen Döner dem Lahmacun oder Dürüm vor

 

02. Geflügelfleisch ist meist fettärmer

 

03. Bitte um weniger Fleisch und mehr Gemüse!

 

04. Am fettärmsten und kalorienärmsten ist ein vegetarischer Döner ohne Extras

 

05. Frag nach der Basis der Sauce, nimm nur wenig davon oder verzichte im Zweifelsfall. Es gibt sogar schmackhafte, sehr kalorienarme Saucen ("Spicy Garlic" zBsp., die du dir auch mal mitnehmen und insbesondere bei "Döner to go" einfach selbst ergänzen kannst!!!)

 

06. Bestell einen "Döner Teller" und lass das Brot/ die Pommes und die "Extra Sauce" weg, gegebenfalls auch hier deine eigene Sauce mitnehmen. Im "Imbiss" ist das eher toleriert als im Restaurant (da finde ich es grenzwertig bis indiskutabel!)

 

07. Verzichte generell auf Beilagen wie Pommes, Reis, extra Brot oder in Öl eingelegtes Gemüse!

 

08. Verzichte auf extra Käse oder lass gegebenenfalls dafür das Fleisch weg!

Sushi

Bestandteile bei Sushi

Reis = Kohlenhydrate pur

 

Algenpapier/ Nori = Ballaststoff, quasi kalorienneutral

 

Inhalt/ Belag = entweder eiweißreich, fettig oder beides, selten kohlenhydratreich (eher bei den Desserts), hier wieder eine Tabelle, die ein paar gängige Varianten und deren Schwerpunkte zeigt:

 

FETT

- Sashimi

(Fisch ohne Reis, hierbei ist Lachs fettreicher und Thunfisch fettärmer)

KOHLENHYDRATE

- VeggieRolls

(zBsp. mit Gurke, Paprika, Karotte, Roter Bete, .../ ausgenommen mit Avocado)

- Dessertvarianten

(frittiert beides, Kohlenhydrate und Fett)

BEIDES

- Crunchy-Rolls

(frittiertes)

- alle Maki & Nigiri mit Lachs, Frischkäse, Avocado oder ALLEM in verschiedener Kombination

- Dessertvarianten

(frittiert)

 

"NEUTRAL"

- Suppe

- Algensalat


Optionen zum "sparen"

01. Generell solltest du dir über deinen Schwerpunkt klar sein, bevor du wählst. Willst du Kohlenhydrate sparen? Fett sparen? Oder einfach insgesamt Kalorien? Je nach dem, kannst du oben schon eine kleine Hilfe finden.

 

02. Willst du Kohlenhydrate sparen, bestelle eher Suppe, Algensalat, Sashimi oder Chirashi-Sushi (verschiedener Fisch und Gemüse, filettiert, ohne Reis)

 

03. Willst du Fett sparen bestelle tendenziell eher Veggie-Rolls, nichts Frittiertes, greife eher zu Thunfisch als zu Lachs, lass Avocado und Frischkäse eher weg. 

 

04. Als Dessert eher Eis als frittierte Bananaballs oder Kokos-Mango-Körbchen. Bei Eis hast du eher weniger Kalorien im Vergleich zur Menge und vor allem kein Frittierfett.

 

05. Iss achtsam und langsam. Man verliert häufig den Überblick, wie viel man tatsächlich schon gegessen hat, weil meist nicht alles auf einmal, sondern nach und nach serviert wird. Höre auf dein Sättigungsgefühl.

Beim Griechen

Bestandteile typischer Gerichte

Tsatsiki = Joghurtbasis, in der Regel fettreich wegen des Geschmacks und der Konsistenz

 

Gyros/ Fleischspieße (Souvlaki) = meist recht fettiges, (offensichtlich tierisches) Eiweiß vom Rind oder Schwein, manchmal auch Hähnchen (das ist dann eher fettarm).

 

Lamm/ Ziege = Eiweiß mit mittelmäßigem Fettgehalt. Gegrillt sogar recht moderat, gebraten kommt es darauf an. Das sieht man meist, wenn das Fleisch vor einem steht, ob es in Fett gebadet oder einfach gebraten wurde.

 

Gemüse = viele Mikronährstoffe, in der griechischen Küche häufig mit viel Olivenöl eingelegt oder gebraten, also sehr fettig

 

Beilagen = häufig Bratkartoffeln - also Kohlenhydrate mit relativ viel Fett vom Braten; oder es gibt reisartige Nudeln - Kohlenhydrate pur; oder Pommes - also viele Kohlenhydrate mit sehr viel Fett 

optionen zum "sparen"

01. Gehe sparsam mit dem Tsatsiki um, schaufel es nicht auf den gesamten Teller sondern beschränke dich auf ein halbes, durchscnittliches Wasserglas (als Anhaltspunkt)

 

02. Wähle am ehesten Hähnchen, Rind, Lamm oder Ziegenfleisch. Wenn möglich nimm gegrilltes, statt gebratenes Fleisch. 

 

03. Gibt es eine Alternative zu dem meist fetttriefenden Gemüse, dann iss dich daran satt! Du kannst natürlich auch eingelegtes Gemüse essen, aber da wäre ich auch eher bescheiden. Super eignet sich meist ein griechischer Salat aus Tomaten, Gurken und Zwiebeln, häufig mit einer adäquaten Menge gesunder Oliven und etwas Fetakäse (= Eiweiß und Fett, abhängig von der Sorte ca. 18 bis 24g Fett/100g Käse; je cremiger der Käse sich im Mund anfühlt umso mehr Fettgehalt hat er in der Regel)

 

04. Bei den Beilagen wähle eher die Nudeln oder den Reis, wenn du eine genauere Kontrolle über die Makros willst, da sie meist reine Kohlenhydratquellen sind. Die Kartoffeln haben zwar weniger Kohlenhydrate, aber meist einen nicht unerheblichen Fettanteil. Verzichte definitiv auf Pommes.

 

05. Griechischer Wein und Ouzo: Wein eher Rot (trinkst du langsamer und länger) als Weiß (je trockener, umso weniger Kohlenhydrate) und Ouza hat wohl 40kcal pro Schnapsglas. Ist zwar nicht viel, der hohe Alkoholgehalt wirkt sich aber generell negativ auf deinen Stoffwechsel aus.

Beim Spanier

bestandteile typischer Gerichte (tapas)

Hier lege ich mein Hauptaugenmerk mal auf verschiedene Tapas, da ich das hierzulande hauptsächlich mit spanischem Essen verbinde:

 

Oliven = gesundes, aber viel Fett

 

Aioli = Knobi-Mayo, entsprechend viel Fett

 

Hackfleischbällchen; Chorizo = tierisches Eiweiß und viel Fett (gesättigt, geht gesünder...)

 

Serrano Schinken = Eiweiß; meist recht mittelmäßiger Fettgehalt, teils sogar die fettärmste Version Fleisch, kommt aber auf die "Qualität" an. 

 

Gambas = Eiweiß; meist in viel Öl gebraten, also sehr fettig


Sardellen = Eiweiß; frittiert recht fettig, in Essig eingelegt recht fettarm

 

Hähnchen-Wings = Eiweiß; in viel Öl gebraten und oft mit zuckerhaltiger (kohlenhydratlastiger) Sauce

 

Gemüse = meist in viel Öl getränkt also sehr fettig

 

Pflauem/ Datteln im Speckmantel = Kombi aus etwas Eiweiß, viel tierischem Fett und Fruchtzucker 

 

Kartoffeln = Kohlenhydrate, je nach Zubereitung auch enorme Fettquelle (Pommes, Chips, Bratkartoffeln), als Salzkartoffeln meist sehr fettarm

 

Käse = Eiweiß; in der Regel sehr fettig!

Optionen zum "Sparen"

01. Bei Tapas ist es fast unmöglich Fett zu sparen. Alles ist meist sehr fettlastig und die Kombination mit Kartoffeln und Weißbrot (Kohlenhydraten) ist eben der absolute Reiz. Am ehesten würde ich versuchen, Kohlenhydrate zu sparen. Weniger Brot, weniger Kartoffeln und wenn, dann keine frittierten Kartoffeln oder auch weniger frittiertes Fleisch zu essen. 

 

02. Trügerisch ist bei Tapas ähnlich wie bei Sushi, dass man oft nicht alles was man isst oder zu essen gedenkt auf einem Haufen sieht. Stattdessen sind das so viele kleine Häppchen, dass man teils den Überblick verlieren kann. Bleib im Kopf dran, was du schon alles zu dir genommen hast und iss langsam, dann kannst du dein Sättigungsgefühl besser bemerken wenn es einsetzt.

 

03. Bestell dir nicht alles worauf du Lust hast auf einmal. Teile möglichst erstmal einige Gerichte und probiere überall mal. Dann bestellst du dir deinen Favoriten nochmal für dich allein und isst dich daran satt.

 

04. Bestell vor allem nur nochmal nach, wenn du auch wirklich noch Hunger hast!

Anregungen oder Wünsche für mehr typische speisenangebote?

Wenn dir etwas einfällt oder du Fragen hast oder sonstige Anregungen, dann schreib mir gerne hier in die Kommentare, über Instagram @maedelklein oder auch per E-Mail an esther@hachenberger.net!

 

Generell freue ich mich, wenn du diesen "Guide" mit Menschen teilst, die ihn auch gebrauchen könnten und wenn du mich daran teilhaben lässt, wenn dir der Guide (auch Teil 1) geholfen hat!