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#14 - Hotel Pfösl - Reisebericht

Über uns, Dauer und Zeitpunkt des Aufenthaltes

Wir waren vom 25.07. bis 27.07.2019 dort, also im Sommer. Wir sind ein sportlich aktives und ernährungsaffines Paar (32 und 36) und reisten mit unserem Hund "Frieda".  Normalerweise urlauben wir bei längeren Urlauben meist tendenziell "einfach", sprich in verschiedenen AirBnBs, gerne an wechselnden Orten mit vielen Fahrtstrecken zwischendurch, um möglichst  viel zu sehen. 

Die letzten Urlaube befuhren wird mit unserem Landrover Defender große Strecken durch Norwegen und im Folgejahr durch Portugal. Genächtigt wurde sehr häufig im Dachzelt auf dem Defender und selbst gekocht mittels Camping-Gasgrill neben dem Defender. 

Wir sind beide berufstätig und gehören denke ich zur durchschnittlichen Mittelstands-Verdiener-Schicht. 

Unser Aufenthalt dort fand im Rahmen einer Kooperation statt, das heißt, das Hotel hat uns im Tausch gegen Werbung auf meinem Instagram-Account @maedelklein eingeladen.

Das sind einige Randinformationen für dich, damit du weißt, vor welchem Hintergrund ich diese Wahrnehmungen so gemacht habe.

 

Wenn dich das zu Stande kommen der Kooperation und meine Gedanken im Vorfeld dazu interessieren, dann lies gern auch den vorangegangenen Blogartikel #13 - Urlaub - Instagram zahlt! 

Fazit Und Entscheidungshilfe

Mein FAZIT über das Hotel Pfösl und eine kompaktere Entscheidungshilfe mit Rechenexempel findest du  natürlich ganz am Ende, die Überschriften kannst du ja überfliegen und nur das lesen, was dich interessiert. Wenn du keine Lust hast zu lesen, dann schau dir das VIdeo am Ende an.


Gliederung

01 Reiseplanung, Ankommen, Wohlfühlen

Reiseplanung

Anreisezeit

Mindestaufenthaltsdauer

Aufenthaltszeitraum

Ankommen: Erste Eindrücke

Architektur

Garten und Umgebung

Wohlüfhlen: Zimmer, Suiten, CHalets

Preisspanne

Suite  "Alpina Zirbe"

Thema  "Hund"

02 Genuss und Sinneseindrücke

Visuelle Sinneseindrücke

Gustatorische Sinneseindrücke

Abendessen

Nachmittagsscnack

Frühstück

Haptische Sinneseindrücke

03 Tagesablauf

04 Video Zusammenfassung Hotel Pfösl

05 Fazit

Würde ich einen aufenthalt im hotel pfösl empfehlen?

Rechenexempel & "Preis-Wert"

Preisspanne

Leistungen

Verhältnis

 


01 Reiseplanung, Ankommen, Wohlfühlen

Reiseplanung

Anreisezeit

Die Anreisezeit ist natürlich sehr individuell und betrug stau- und hundebedingt bei uns etwas über neun Stunden, daher sind wir leider erst um 17:30 Uhr und damit recht spät eingetroffen. Somit haben wir knapp 2,5 Stunden "verschenkt", was sehr schade war. Die ersten Tips also direkt zu Anfang des Artikels, denn sie fallen unter die "Reiseplanung". Falls du planst, länger in der Gegend dort zu sein und nicht während der ganzen Aufenthaltsdauer im Hotel Pfösl zu residieren:

- buche (fast) egal welches andere Hotel als erste Station (denn eine Steigerung im Anschluss macht mehr Spaß als umgekehrt aus dem Hotel Pfösl in ein anderes Hotel umzuziehen ;-)) und verkürze gegebenenfalls damit die Anreisezeit

- wenn du gerne aktiv bist und viel wanderst, ist das ein zweiter Grund, zunächst vielleicht die wirklich "langen Touren" anderenorts zu  starten und sich danach im Hotel Pfösl zu erholen. Natürlich kannst du auch von dort wundervolle und anspruchsvolle Wanderungen starten, ICH würde es aber schade finden, dass mir so viel Zeit im Hotel fehlen würde, denn die dortigen Angebote sind auch umfangreich

 

Egal von wo du anreist: schöpfe die Zeit voll aus und checke so früh es geht im Hotel Pfösl ein (15 Uhr).

Mindestaufenthaltsdauer

Die Mindestaufenthaltsdauer würde ich tatsächlich mit zwei Nächten angeben. Du brauchst einfach wenigstens einen ganzen Tag dort, um die umfangreichen Inklusiv-Angebot, schon ohne Buchung von (teils sogar kostenlosen) Extras wie Welnessbehandlungen, Brotbackkurs, E-Bike etc., stressfrei zu nutzen. 

Wenn du kannst, buche drei Nächte und verschaffe dir zwei ganze Tage vor Ort. Länger geht immer und ist natürlich immer schöner, keine Frage, aber ich denke mit drei Nächten hast du auch schon einen tollen Erholungseffekt und hast die Möglichkeit, auch noch etwas "auf morgen" zu schieben, was du am ersten Tag gerne hättest machen wollen, aber nicht geschafft hast. 

Eine weitere Möglichkeit ist, dich hier zu informieren. Es gibt die Möglichkeit, am Abreisetag gegen Aufpreis entweder später (spätestens 18 Uhr) auszuchecken oder nach dem Checkout (11Uhr) noch die Welness-Anlage zu nutzen und den Nachmittags-Snack in Anspruch zu nehmen.Eine denkbare Alternative zu einer weiteren Nacht.

 

Insofern kannst du auch mal als ganz besonderen Abschluss einer Reise oder auch als "Kennenlernen" zum Beispiel nur eine Nacht (frühe Anreise ab 15 Uhr)  und am Folgetag einen Late-Checkout bis 18 Uhr buchen. 

Aufenthaltszeitraum

 

Der Aufenthaltszeitraum sollte vorab im besten Fall so geplant werden, dass du dich auf der Webseite über die Angebote informierst. Hierzu empfehle ich, die INKLUSIVLEISTUNGEN sowie die PAUSCHALANGEBOTE einmal in Augenschein zu nehmen. Hier findest du Antworten auf Fragen, die dir sicherlich noch gar nicht eingefallen sind.

 

1. Zu welcher Jahreszeit ist der Aufenthalt dort sinnvoll für dich?

Das Hotel bietet im Sommer Wanderungen, Fahrradverleih aber auch gute Möglichkeiten, das mitgebrachte Fahrrad unterzubringen, Hundemitnahme (natürlich auch im Winter), Wanderrucksäcke, einen fantastischen Außenbereich mit Kräutergarten, Feuerstelle und Liegeflächen zum sinnieren und "Lustwandeln" oder für den abendlichen Drink im Freien,  einen Barfußparcour und nicht zu vergessen: der erfrischende Pool und Whirlpool. 

Im Winter liegt der Schwerpunkt hinsichtlich der Aktivitäten sicherlich eher auf Ski-Langlauf, Winter-/Schneeschuhwanderungen, Ski-Pistenwelt (Gratis-Bus zum 7km entfernten Einstieg zu 50km Pistenstreckennetz) und anschließender (oder ausschließlicher) Erholung in den den 8 verschiedenen Saunen (teils mit Panoramafenstern), den Wellnessangeboten und den wunderschönen Ruheräumen und tatsächlich dem  dann entsprechend beheizten Pool und Whirlpool. Man kann sich auch einfach den ganzen Tag drinnen beschäftigen - die Angebote sind mannigfaltig und die Suiten wunderschön. 

Aber auch im Herbst und Frühjahr stelle ich mir einen Aufenthalt dort toll vor, so als Kompromiss zwischen winterkalt und sommerheiß. 

 

2. Welches Pauschalangebot und daran geknüpfter Zeitraum interessiert dich vielleicht?

Die Pauschalangebote stehen unter verschiedenen Mottos, zum Beispiel "Kräutertage", Basenfasten, Yoga Retreat, Golf&Wellness, Weihnachts- und Silvesterangebote, etc. Ein Blick darauf lohnt sich, in den Pauschalangeboten sind immer noch ein paar kleine Extras enthalten und die Preise entweder reduziert oder im Verhältnis mit mehr "inklusive".

 

3. Das Wochenprogramm kann auch Aufschlussreich sein. Dort findest du einen Terminplan besonderer Angebote wie zum Beispiel Barfußwanderungen, besondere Aufgüsse oder Atemtechnik-Kurse, Raritätenverkostungen an der Bar, Live-Musik Abende, der kostenlose Brotbackkurs (der ist bestimmt toll, den haben wir leider verpasst - ob Basti das genauso schade fand weiß ich nicht). Die Angebote variieren zwar teils (zB hinsichtlich der Aufgüsse in den Saunen) aber zB die Live-Musik findet immer Dienstags und Freitags ab 19 Uhr statt und der Brotbackkurs ebenfalls Freitags. Für aktuelle Infos folge einfach dem Link oben. 

Bildquelle: www.pfoesl.it

Ankommen: Erste Eindrücke

Architektur

Der sehr edel wirkende Komplex aus schwarz-braunem  Holz und der symmetrischen Architektur erhebt sich deutlich in der grünen Landschaft und gegen den blauen Himmel. Was muss das erst im Winter für ein Anblick sein, wenn drumherum alles weiß eingeschneit ist. Dennoch ist das Gebäude kein landschaftlicher Fremdkörper, da er nicht schon von weitem durch weiße Fassaden oder Glaselemente blendet sondern sich fast vornehm subtil in das Gesamtbild fügt. Das stört mich sonst oft bei der Hotel-Architektur und ja, das spielt für mein Wohnerlebnis eine Rolle. Ich residiere nicht gern im Touristenbunker, der jedem Einheimischen beim Anblick im Herzen weh tut, der seine heimatliche Umgebung liebt und damit verunstaltet sieht. Und ich selbst gucke mir diese hässlichen Massen-Tourismus-Wohnklos auch nicht gerne an, geschweige denn von innen. Hier also ein gelungenes Beispiel für das Gegenteil trotz "großem Fassungsvermögen".

 

Schon beim Betreten des Foyers eröffnete sich die erwartete modern-minimalistische Atmosphäre des offen gestalteten Empfangs-, Lounge-, Bar und weiter hinten Speisebereichs. Durch die offene Gestaltung wirkt alles sehr hell und großzügig und mit viel Raum zum atmen und vor allem durchatmen.

Aufgrund der vielen verwendeten Naturmaterialien wirkt alles dennoch sehr gemütlich und organisch. Keine hallenden Geräusche, überall duftete es nach Holz (es ist auch augenscheinlich fast alles aus Holz, aber den eigentlichen Grund dafür fanden wir später in unserem Zimmer) und von Hektik war selbst bei dem offensichtlich geschäftig verkehrenden Service-Personal keine Spur. Super professionell.

Garten und Umgebung

Nachdem die freundliche Rezeptionistin uns schnell und unkompliziert eingecheckt hatte, wurde uns direkt ein Wilkommens-Getränk angeboten (alternativ zum sofortigen Einzug in das Apartment). Mit einem sehr guten Cappuccino (wer mir auch auf Instagram folgt kennt die hohen Ansprüche diesbezüglich), nahmen wir erst einmal auf einer mit Schaffell heimelig dekorierten Couch und davor befindlichem Baumstamm-Tisch Platz und ließen die ersten Eindrücke auf uns wirken.

 

Es war ca. 18:00 Uhr, die Abendstimmung spürbar und es wurde kühler. Mehrere vorhandene Decken machten es draußen dennoch gemütlich für empfindlichere und luftig gekleidete Gäste. Der Himmel war bewölkt und das Licht dadurch wie gedimmt. Der perfekt gepflegte Rasen leuchtete grün und das in einiger Entfernung erkennbare Kräuter- und Wildblumenbeet in noch intensiverem grün,  gelb, lila und rot. Ich hab mir eingebildet es zu riechen und war nach drei tiefen Atemzügen tiefenentspannt.


Zu unserer Rechten sahen wir die wunderschön restaurierte, alte Scheune mit einem angrenzenden, überdachten aber zum Garten hin offenen Bereich, in dem auf auf Böcke gestützt lange Holzbohlen lagerten. Auf den Holzbohlen ruhten verschieden geformte Teig-Rohlinge - offenbar Brote - augenscheinlich mit den eben besagten, bunt leuchtenden Wildblumen verziert, fast fertig zum Backen. Automatisch wanderte der Blick weiter zur Mitte des Gartens, in dem einem nun ein riesiger Steinofen auffiel, der bereits ordentlich zum Backen der Brote auf Temperatur gebracht wurde.

Nach hinten heraus erstreckt sich der Garten zu einer größeren Rasenfläche, auf der durch Büsche geschützt eine große, runde Lounge-Liege steht, einige Hänge-Korbsessel aufgehängt wurden und an deren hinteren Ende sich auch ein kleines Ziegengehege befand und eine Feuerstelle ausgehoben war. Eine kreisrunde, mannhohe "Grube", die Wände gestützt mit glatten Steinen um sich in dem dadurch windgeschützten Bereich um das mittig entfachte Feuer herum bequem anzulehnen.

Zu unserer Linken saßen andere Hotelgäste auf weiteren Couchgarnituren und wirkten ebenso entspannt wie wir, während sie im Gegensatz zu uns mit unseren Cappuccino bereits dem Aperitiv vor dem Abendessen den Vorzug gegeben hatten. Ganz "normale" Menschen. Was habe ich auch erwartet? Schnöselige, "ältere" Anzugträger-Porschefahrer und High-Heels-tragende, jüngere Blondinen mit schriller Stimme? Ja, genau das habe ich erwartet. Wieso eigentlich? Was für ein peinlicher Klischee-Gedanke.

Tatsächlich war an dem Aussehen oder Verhalten der anderen Gäste  einfach gar nichts erkennbar was sie von mir oder vermutlich dir unterschieden hätte. Sowohl jüngere Paare als auch Eltern mit Kindern im Alter von ca. 5-8 Jahren, ein weiterer Hund, und auch ältere Pärchen. Leger gekleidet, entspannte Stimmung. 

 

Eine Dame schwebte barfuß über den Rasen und begrüßte uns unverfänglich und herzlich mit einem kurzen Gespräch über unseren Hund. Ich war mir in dem Moment nicht ganz sicher, aber mittlerweile weiß ich, das war eine der Eigentümerinnen, Eva Zelger. Kann man denn sympathischer und authentischer sein, als das selbst geschaffene Naturhotel ganz natürlich und selbstverständlich barfuß zu begehen?  

 

Spätestens danach fühlte man sich tatsächlich nicht mehr wie in einem steifen Hotel, sondern eher wie auf einem super gepflegten und liebevoll bewirtschafteten Hofgut, gemütlich und familiär.

Bildquelle: www.pfoesl.it - Suite "Alpina Zirbe"

Wohlfühlen: Zimmer, Suiten, Chalets

Preisspanne

Wir waren in der sogenannten Suite "Alpina Zirbe" untergebracht. Aktuell kostet diese Suite ab  194€ pro Person und Nacht (inklusive 3/4 Pension, Welnessbereich etc.). Diese Suite ist abgesehen von den "Waldchalets" (ab 264€ pro Person und Nacht) und der Suite "1375" (198€ pro Nacht und Person) mit die hochpreisigste Option. Die günstigste Option ist ein Standard-Doppelzimmer im Haupthaus für aktuell 139€ pro Person und Nacht. 

Bezüglich der Lage innerhalb des Komplexes muss man einfach sagen, dass es sicherlich Geschmacksache ist.

Die Waldchalets bieten die größte Wohnfläche, Privatsphäre und eine Badewanne auf dem eigenen Balkon, dafür aber keinen direkten Anschluss an das Haupthaus. Der Weg zum Pool, Wellness und Essen ist dementsprechend relativ weit. Im Winter oder bei Regen durchaus ein Kritikpunkt, aber es kommt immer darauf an, was dir wichtig ist. Das Essen sollte dir im Hotel Pfösl allerdings wichtig sein, dazu später :-)

Die Alpina-Zirbe Suiten erfordern ein wenig Laufleistung über die langen Flure,  bieten dafür aber auch noch viel Privatsphäre und Ruhe, ab vom Haupthaus und trotzdem mit direktem Anschluss daran.

 

Die Zimmer im Haupthaus bieten die kürzesten Wege und ebenfalls eine tolle Aussicht, da viele ebenfalls zu den Bergen hin ausgerichtet sind, aber deutlich höher liegen, eben in den oberen Stockwerken. Ruhig ist es dort auch. Balkone sind größtenteils vorhanden, allerdings keine Wiese. Dafür teils Kachelöfen. Im Winter sicher eine tolle Sache.

Suite "Alpina Zirbe"

An allen Suiten klebten ausgeschnittene Papierherzen mit dem Pfösl-Logo, einem Willkommensgruß und dem Nachnamen der Bewohner. Irgendwie auch wieder familiär und sympathisch, denn die "Nachbarn" sind nicht mehr ganz so anonym und man selbst fühlt sich, als würde man heim kommen. Man hat da ein Namensschild an der Tür, quasi. Ich bin mir sicher, das kann auf Wunsch entfallen ;-) Ich fand es schön.

Die Formen in der Suite sind klar und geradlinig, keine grellen Farben, keine Plastik-Materialien. Holz, Glas, Filz, Stein. Kein Teppich, keine Staubfänger, keine unruhig wirkenden Nischen, keine Dreckfänger-Ecken.

 

Das Zimmer ist schon fast spärlich eingerichtet, dennoch ist alles da, was man braucht. Minimalismus der mich sofort ergriffen und befreit hat. Das Zimmer zu überblicken erfordert keine Konzentration: mit einem Blick ist alles erfasst und man hat den Kopf frei ;-) Vielleicht kannst du verstehen, was ich damit meine. Ich persönlich mag zum Beispiel keine unruhig gemusterten Teppichböden. Das regt mich innerlich auf, genauso wie die Kommentatoren bei Fußballspielen.

Die Suite ist genauso wie das restliche Hotel  hauptsächlich mit Holzmöbeln und Naturmaterialien ausgestattet. Beispielsweise befindet sich vor dem bodentiefen Fenster zu der eigenen kleinen Terrasse hin eine Art "Tagesbett" mit filzbezogener Matratze und Kissen. Darauf kann man super bequem in der Sonne liegen und das Alpenpanorama genießen. 

Alternativ zu dem Tagesbett bietet die eigene, kleine Terrasse ebenso Wald- und Bergpanorama und zwei Liegestühle. Sie ist so ausgerichtet, dass fast den ganzen Tag Sonnenlicht hineinstrahlt.  Woran es lag, dass die Suite trotzdem äußerst angenehm temperiert war weiß ich nicht, aber es handelt sich um eine Art Souterrain auf der Flurseite und ist auf der gegenüberliegenden Seite, zu den Terrassen hin, ebenerdig. Es schien jedenfalls dieser besonderen Architektur, des eingebettet Seins in den Hang, und keiner Klimaanlage geschuldet zu sein.

 

 

Ein großzügig dimensionierter, begehbarer Kleiderschrank/ Garderobe mit viel Platz, um etwaiges Chaos außerhalb des Sicht- und Entspannungsbereichs zu  belassen. Eine riesige, begehbare Dusche mit "Tageslicht" durch die neckische Architektur-Lösung, in das innenliegende Badezimmer ein Fenster zum Hauptraum hin einzubauen. Wer mag, kann dadurch beim Duschen rausschauen oder umgekehrt dem Duschenden zuschauen ;-) Es gibt aber auch einen Fensterladen für mehr Privatsphäre. Die Dusche ist problemlos für zwei  begehbar. Der Waschtisch bietet ebenfalls viel Platz zum Abstellen, Toilette und Bidet  verfügen über eine eigene Tür innerhalb des Badezimmers. 

 

Der eingangs erwähnte Holzgeruch stammt übrigens aus Stoffsäckchen und darin befindlichen Holzspiralen (so dünne, gekringelte Hobel wie gekringeltes Geschenkpapier; siehe Foto unten). Das hat einfach SO GUT geduftet.

Die Suite war absolut sauber und tadellos. 

 

Im Zimmer wurde auch eine Badetasche mit Bademänteln und daran befindlichen Ansteckern mit der Zimmernummer bereit gestellt. Diese sind im Prinzip für das eigene Gedächtnis, aber auch eine Art "EC- oder Kreditkarte" innerhalb des Hotels. Wenn man sich tagsüber in dem Hotel aufhält, ist es üblich, auch im Speisebereich, beim Genuss des Nachmittagssnacks zum Beispiel, im Bademantel umher zu laufen. Wenn man exklusiv-Leistungen in Anspruch nimmt, wird man nach der Zimmernummer gefragt, um diese buchen zu können. So lässt sich das sehr leicht "nachweisen" und selbst erinnern.   

Thema "Hund"

 Für den Hund wurde eine kleine Tüte mit Leckerlies und Pfösl-Aufkleber bereitgestellt. Das war eine sehr süße, kleine Geste. Was ich in diesem Zusammenhang vermisst habe, war ein Wassernapf. Den hätte man ruhig noch dazu stellen können. Zudem befanden sich in dem Mülleimer keine Mülltüten, was hinsichtlich der Entsorgung der mitgebrachten Barf-Plastik-Verpackung etwas ungünstig war. Kotbeutel haben hier geholfen. Man hätte sicherlich um Mülltüten bitten können, aber es ging so ganz  gut. Grundsätzlich ist der Verzicht auf Müllbeutel im Gesamtkonzept irgendwie einfach konsequent. Eine Liegemöglichkeit für den Hund wure nicht angeboten, aber da so etwas meist auch nach "fremdem Hund" riecht fühlt sich sicher jeder Hund auf einer selbst mitgebrachten Matte/ Körbchen am wohlsten. 

 

Der Weg zu unserem Zimmer war von der Rezeption aus gesehen relativ weit , allerdings war es fast das letzte Zimmer des Komplexes, und das mit Hinblick auf den mitgebrachten Hund Absicht, nicht etwa weil er stören könnte, sondern um den Weg in das nahe gelegene Grün zu verkürzen. Am Ende des langen Korridors befindet sich nämlich noch ein Zugang zu dem Komplex, der über eine Treppe den Aufgang zu dem  Erdgeschoss und quasi direkt zu dem Garten des Hotels ermöglicht. Von Hier aus gelangt man rechtsseitig entweder quer durch den hübschen Garten wieder zu dem Haupteingang, oder linksseitig in nur ein paar Minuten Entfernung zu den Einstiegen der Wanderwege und in gebührender Hotel-Entfernung zu einer ausgewiesenen Hunde-Toilette mit Abfallbehälter und Kotbeutel-Spender. Alles super gepflegt natürlich, sogar die Hunde-Toilette. 

Was ich mir an dieser Stelle gewünscht hätte wäre eine bessere Einweisung in die Lage der Hunde-Toilette und die Tatsache, dass Hunde im Speisesaal nicht erwünscht sind. Beides ging nur aus der Hotel-Lektüre hervor, die wir beim Einchecken erhielten und die ich leider erstmal unbeachtet ließ. 

 

Der Hund durfte natürlich in anderen Bereich des Hotels bei uns sein, in denen man fast genauso schön sitzen und essen konnte, nur eben ohne Bergpanorama. In den Bereich, in dem regelmäßig das offene Buffet (Frühstück, Nachmittag und Abendessen) und der Zugang zur Küche liegt, durfte der Hund verständlicherweise nicht. Wir haben den Hund immer zum Essen auf dem Zimmer gelassen und sie danach beschäftigt (wandern nach dem Frühstück und vor dem Welness-Teil) bzw. einfach nach dem Abendessen zu uns geholt, während wir an der Bar oder in einem anderen Bereich noch etwas getrunken haben. 


02 Genuss und Sinneseindrücke

Visuelle Sinneseindrücke

Ich denke, über die Architektur, die kleinen (und großen) Details wie einen gefühlt 15m langen, frei schwebenden Rezeptions-Thresen aus Lärchenholz oder überall farblich abgestimmte Ledersesseln in den Lounges (ja, Plural), Nostalgie-Glühbirnen und Holzkommoden in dem moderen Ambiente, habe ich mittlerweile genug gesagt. Es lohnt sich, die Augen offen zu halten. Aber beim Essen, da hab ich sie teils schließen müssen - so gut war es.

 

Zu den visuellen Reizen zählt auch das bereits mehrfach erwähnte Bergpanorama aber genauso auch die Möglichkeit, dieses Panorama durch verschiedene Wanderungen oder Bike-Touren näher oder noch Mal anders visuell zu erfassen. 

GUstatorische Sinneseindrücke

Das absolute Highlight einer Foodbloggerin in einem Hotel, das mit einer Naturküche wirbt, die regional, saisonal und vital sein soll? Natürlich das Essen. Ich war so gespannt auf das Abendessen am ersten Abend. 

 

Übrigens wurden wir bereits beim Check-In gefragt, ob wir besondere Ernährungsvorlieben haben (vegan, vegetarisch, etc) oder irgendwelche Nahrungsmittelallergien/ Unverträglichkeiten. Nein, haben wir nicht.

 

Die 3/4 Pension des Hotels, die im Preis pro Person inklusive ist, umfasst das Frühstücksbuffet, einen Nachmittags-Snack und das Abendessen. 

Abendessen

Wir haben uns für das Abendessen ein bisschen schick gemacht weil wir nicht wussten, welche Garderobe adäquat wäre, aber alle anderen Gäste waren entweder schicker, oder legerer gekleidet, alles ganz zwanglos und so, dass man sich wohlfühlte. Jeans und T-Shirt wären genauso okay gewesen wie HighHeels und Kleid. Wir befanden uns irgendwo dazwischen. Eine sehr schöne und angenehme Atmosphäre entstand durch die zwanglose Kleiderordnung.

 

 

Wir wurden an einem zweier-Tisch mit Bergpanorama platziert. Der Tisch war für uns reserviert, unser Namensschild war bereits drapiert. Eine kleine Version des Herz-Namensschildchens  an unserer Suite. 

 Aperitiv und Naturabar

Wir bestellten uns einen Aperitiv, ich einen Aperol und Mister einen Whiskey. natürlich beides nicht "irgendwelche Standardgetränke" sondern der Aperol ohne künstliche Aromen (wirklich überhaupt nicht mehr bitter sondern einfach fein und lecker) und der Whiskey - dazu ab es eine Menge Erklärungen, währenddessen filmte ich aber den Pianisten und war ein wenig in Stimmungs-Trance = nicht aufnahmefähig. Ohne weitere Alkoholkenntnisse kann ich deshalb nicht sagen, was daran besonders war, aber die Auswahl an der Bar des Hotels umfasst wohl ganz besondere Genüsse und alle mit besonderem Anspruch an Natürlichkeit. Die Bar nennt sich nicht umsonst "naturabar". 

Tastings mit dem Profi, Alexander Morgenstern, stehen regelmäßig auf dem Wochenprogramm. Einfach reinschauen und buchen. 

 

Brot vom Chefkoch aus dem Steinofen und regionale Beilagen (Käse/ Wurst)

Den Tisch verließen wir  nach Empfang unseres Aperitifs für das Holen der ersten Vorspeise recht schnell, aus gutem Grund. An diesem Tag wurde, wie jede Woche im Sommer, im Garten vor dem Hotel in einem 300 Jahre alten Steinofen frisches Brot gebacken und das gab es Abends dann direkt vom Chefkoch des Hotels, Markus, erklärt und serviert. Markus steht dann im Garten vor dem Steinofen, in dem er ab Mittags um 15 Uhr anfängt, die verschiedenen Brote zu backen. Die Brote an sich sind einfach nicht in Worte zu fassen. Die Sorten sind u.a. Chilli-Käse, Trüffel, Kümmel-Sauerteig, Kartoffel-Zwiebel-Speck-Brot, Malzbrot, Dinkel-Vollkorn mit Nüssen, Saatenbrot,...... UND EINE SORTE WAR BESSER ALS DIE ANDERE!!! Alle mit einer Steinofenkruste und so saftig und so herzhaft und so UMAMI dass ich NICHTS weiter dazu brauchte. Außer etwas Butter und Salz. Zwei Geschmacksverstärker, die einfach den Geschmack dieser Brote zum explodieren brachten, ich übertreibe wirklich nicht. Aber auch allein schon die Tatsache, dass wir an dem schönen Abend mit unseren Aperitifs im Freien noch einmal in den Garten gehen konnten, es dort überall nach frischem Brot duftete und auf einem weiteren Tisch eine feine Auswahl von Käse und Fleisch-/ Wurstwaren und verschiedene, ganz offensichtlich selbst kreierte Frischkäse- und Buttersorten mit Kräutern und Wildblumen aus dem hoteleigenen Garten aufgetischt war, das war schon eins der Highlights. Das war unser erster Gang und ich hätte mich wie gesagt NUR DAVON ernähren können. Im weiteren Verlauf des Abends wird das frisch gebackene Brot weiterhin angeboten, dann aber nahe des innen aufgebauten Salatbuffets, ohne Chefkoch-Anwesenheit. Da Markus nicht täglich auf diese Weise backt, wird an den anderen Tagen trotzdem noch sehr gutes und leckeres Brot angeboten, allerdings eben nicht DAS Brot :-)

 

Salatbuffet

Für mich war das Salat-Buffet einfach auch ein weiteres Highlight. Es stand den gesamten Abend hinweg zur Verfügung und war nie "abgegrast" sondern immer frisch und aufgefüllt.

 

Es umfasste viel Gemüse wie Brokkoli (hach...!), Krautsalat, Kidneybohnen, Artischockenherzen und einfach so viel mehr. Samen und Nüsse zum Toppen und unzählige verschiedene Öle und Essigsorten, eine besonderer als die Andere. Zudem mehrere fertige (natürlich selbst gemachte) Dressings. Eine Käseplatte mit Hart- und Weichkäse. Da blieb tatsächlich kein Wunsch offen. Insbesondere Gemüse vermisse ich sehr häufig im Urlaub, hier musste ich es nicht vermissen.

 

Das Mehrgang-Menü

Die Menükarte bestand aus drei Seiten. Jede Seite umfasste eine eigene Menü-Zusammenstellung aus 5-7 Gerichten als Auswahlmöglichkeiten, dabei meist unterteilt in 2 Vorspeisen, 2-3 Hauptspeisen und ein Dessert. Jedes Menü als Ganzes war gekennzeichnet durch entweder "vegetarisch" oder "omnivor" (Fisch- oder Fleischbestandteile) oder "vital" (viele "rohe" Gemüse-Optionen und ,...).

 

Die Menüs selbst waren allerdings nur als Orientierungshilfe so zusammengestellt, was die Auswahl hinsichtlich Fisch/ Fleisch/ vegetarisch usw einfach leichter machte. Tatsächlich konnte man alle Gerichte frei zusammenstellen und sogar so viele bestellen, wie man hätte haben wollen. DAS hat mich wirklich beeindruckt und sehr positiv überrascht.

Bilder: Speisekarte des ersten Abends

 

 

Alle gebrachten Gerichte waren optische Hingucker. Selbstredend waren die Portionen erwartungsgemäß klein, aber alle voll mit viel Geschmack und ausreichend groß portioniert, um nicht beim ersten Löffel den Geschmack identifizieren zu müssen, sondern noch 3-4 weitere Chancen zu haben. Zudem haben wir auch die Möglichkeit gehabt, mal ein Gericht zu teilen und dadurch mehr zu probieren, weil einfach trotz kleiner Portion genug da war. Die Portionen waren aber auch klein genug, um sich nicht vollgestopft zu fühlen.

Der Fisch war saftig, Fleisch auf den Punkt, Gemüse ebenfalls. Ich hatte bisher noch nie in meinem Leben eine Wildblüte im Essen, die tatsächlich nicht nur hübsch, sondern auch lecker war. 

 

 

Als Sattmacher diente das Mehrgang-Menü für mich nicht, aber das brauchte es auch nicht und da bin  ich eh speziell. Ganz sicher wird ein normaler Mensch davon auch satt. Und vergessen wir bitte nicht das BROT und das unbegrenzt zur Verfügung stehende Salatbuffet. Wer hier nichts findet und nicht satt wird, dem ist kulinarisch nicht zu helfen.

 

Besonders hat mir auch gefallen, wie flexibel alles gestaltet war. Man saß nicht stundenlang da und wurde gemästet und ein Gang nach dem anderen wurde einem vorgesetzt. Der ganze Abend verlief langsam und entspannt. Die Bedienung war sehr gut darin, zu fragen, ob wir den nächsten Gang haben möchten. Wir sind mehrfach zwischendurch zum Salatbuffet gegangen und immer kam unser Essen trotzdem im richtigen Augenblick. Irgendwie konnte man dadurch das Essen wirklich schön zelebrieren und was ich zu Hause und selbst im Restaurant so schade finde: dass das Essen so schnell vorbei  ist, das war hier gefühlt gar nicht der Fall.

 

Getränke

Nein, hier gibt es NATÜRLICH nicht einfach "Getränke". Abgesehen von der Auswahl an der Naturabar und dem Pfösl-Quellwasser (schmeckt nach normalem Wasser, aber ist natürlich besonderes Einhorn-Wasser ;-)), gab es...

 

 

Wein. Die Weinkarte ist eigentlich überflüssig, aber nett, dass es sie gibt ;-) Das Hotel verfügt über eine lebende und entertainende Weinkarte, nämlich Oscar. Das ist der Wein-Experte vor Ort, und er legt Wert auf diese Bezeichnung. Warum fragst du ihn am besten selbst, es ist eine Freude sich mit ihm zu unterhalten. Jedenfalls hat er die Stimmung sehr locker und ungezwungen, dennoch sehr professionell und auf hohem Niveau bereichert, was die Art und Weise des Service und vor allem die Erklärungen anging. Er fragte, nach unseren Weinvorlieben und welche Gerichte wir bestellt hatten und erschien kurz darauf mit dem auf dem Bild zu sehenden Glas-Weinflaschen-Tower. Er hielt dabei nur das unterste Glas und balancierte ganz selbstverständlich damit auf uns zu.

Die Verkostung glich einer Weinprobe in angenehmem und angemessenem Umfang im Rahmen eines Abendessens. Ich kam mir mal wieder vor wie ein Anfänger (bin ich auch...) aber ich schmeckte tatsächlich, was er mir erklärte, was man alles so schmecken kann. Es ist schon mitreißend, wenn jemand das war er kann und tut, auf diese herzliche Art  und Weise umsetzt. Absolutes Highlight jedenfalls - schon wieder.

Nach dem Essen gingen wir noch Mal in die "NaturaBar" und warfen einen Blick auf die Karte. Liebevoll wirkende Einteilungen der Getränkesorten und Erklärungen, wo die Ursprünge liegen, wie die verschiedenen Getränke hergestellt werden, woraus gewonnen, nach welchem einheimischen Rezepten sie tradiotionell hergestellt werden und dann entsprechend die Möglichkeit, genau diese Getränke nach den alten Rezepten zu bestellen.

Ich hatte einen "Haselnussler" und einen "Amaretto". Ich trinke ja grundsätzlich nicht viel Alkohol, aber beide Getränke schmeckten auch hauptsächlich ihrer Bezeichnung entsprechend, nicht vorrangig nach Alkohol der irgendwie aromatisiert wurde. Klingt übertrieben langsam, gell? War aber so.

 

"Nebenbei"-Highlight

 

DEFINITIV die Live-Musik am folgenden Abend. Ich bin ja manchmal sowieso schon nicht am, sondern IM Wasser gebaut. Es war Live-KLAVIER-Musik. Ich spiele selbst seit Kindheitstagen Klavier (nicht mehr sehr regelmäßig) und LIEBE es einfach. Als wir zum Essen erschienen spielte der junge Herr am Hochglanz-Flügel gerade "Advertising Space" (>Robbie Williams) und ich hätte fast losgeheult, so perfekt war die Stimmung aus Vorfreude auf das Essen, Entspannung, Gerüche, Optik mit Kerzen und gemütlichem Licht und Abendsonne knapp über den Dolomiten hinter den Panoramafenstern und DIESER MUSIKBEGLEITUNG. Keine Frage saß ich eine Weile in der ersten Reihe, direkt hinter dem Pianisten und habe sogar das Essen warten lassen. ICH habe das Essen aufgeschoben.

Nachmittagssnack

Der Nachmittagssnack bestand aus einem Salatbuffet nahezu entsprechend dem des Abendessens. Also schon Mal eigentlich kein "Snack" mehr und wirklich umfangreich und voluminös. 

 

Es gab kleine Küchlein, auch teils mit Allergikerkennzeichnung wie zum Beispiel "glutenfrei". Zudem Apfelstrudel und gekühlte Wassermelone sowie anderes Obst.

 

Eine sehr solide und schöne, sättigende Angelegenheit, da die Zeit zwischen Frühstück und Abendessen ja doch recht lang ist, aber nicht mein Highlight.

Bilder: Eindrücke des Frühstücksbuffets

Frühstück

Das Frühstücksbuffet war auf den ersten Blick recht standardmäßig. Wurst- und Käseplatten, Brot und Brötchen, ein bisschen hiervon und davon. Auf den zweiten Blick gab es da schon einige Besonderheiten, die durchaus hervorzuheben sind.

 

Meine Highlights:

Die Backwaren waren sowohl herzhafter, als auch süßer Art und es gab eigentlich nichts, was es nicht gab. Brote (sicher mehr als 6 Sorten), Brötchen (ebenso viele Sorten; Lauge, weiße, Vollkorn, etc), Toastbrot (inklusive Toastmöglichkeit), Knäckebrot, Schüttelbrot, sogar Zwieback. Croissants mit und ohne Schokolade, Kuchenvariationen (davon einer laktosefrei, vegan, glutenfrei) und schnittchenartige Stückchen. 

 

Mindestens acht verschiedenen Honig-Sorten, darunter sogar eine vegane Fichten-Honig Version.

 

Ein übergroßer Schokoblock auf einem Holzbrettchen mit scharfem Messer zum selbst Schaben von "Schokohobeln". 

 

Die verschiedenen Butter-Sorten!!! Mohn-Honig-Butter! Und eine aus Ziegenmilch, eine lakosefreie, eine klassische, ....

 

Süße und naturbelassene Budwig-Creme. Wer sie kennt weiß, dass sie zwar relativ bekannt, aber schon speziell ist. Ein schönes Detail und ein Zeichen für wirkliches Interesse an "vitaler" Ernährung, finde ich.

 

Die Möglichkeit, frische Eierspeisen zu bestellen. Crepes oder Rühr-/ Spiegelei in verschiedenen Ausführungen, individuell zubereitet auf Bestellung. Aus Eiern aus der "nachbarschaftlichen Haltung" und tierfreundlichen Haltung. Schön, dass es auf der Karte dabei steht, wo die Eier herkommen. Man legt nicht nur Wert darauf, sondern macht es auch hier und da transparent. (siehe Foto oben)

 

Die gekochten Eier am Buffet. Perfekt wachsweich. Jedes. Ich habe viele gegessen, muss ich zugeben. Jedes perfekt.

 

Eine Müsliauswahl die wirklich umfangreich ist und verschiedene Joghurts, Bircher Müsli, Fruchtjoghurt, diversen Nüssen und Samen. Sowohl in Bechern als auch offenbar durch die hoteleigene Küche zubereitet. Ich liebe es ja, wenn zusätzlich der Fettanteil dabei steht, wenn ich keinen Becher mit Nährwertangaben habe. Nicht dass ich auf Kalorien geachtet hätte. Dennoch war das ein schönes Detail.

 

Ohne es getestet zu haben: es war eine hochglanzpolierte Schneidemaschine mit einem Stück "Truthhahn" zum selbst schneiden aufgebaut. Schon irgendwie ein Hingucker und sehr besonders.

 

Milch, Pflanzenmilch und aromatisiertes und "natürliches" Wasser, verschiedene Obst-Gemüse-Säfte und Kräutermischungen für das Zubereiten frischen Tees.

 

Wehrmutstropfen:

Der gereichte Filter-Kaffee im Kännchen war in Ordnung aber der Automaten-Capuccino leider sehr durchschnittlich. Da habe ich allerdings auch höhere Ansprüche. Ich habe mir dann einen Capuccino bestellt, den man extra zahlen musste. Diese Art  Capuccino jedem Gast ohne gezielte Nachfrage danach beim Frühstück zu reichen wäre wohl zu zeitintensiv in der Zubereitung. 

 

"Nebenbei"-Highlight:

Die Morgenpost. Das ist eine Art "Tageszeitung" des Hotels, die über das erwartete Wetter, die heutigen Angebote, Vorschläge für Aktivitäten und Auswahlmöglichkeiten bzgl. der erwähnten Eierspeisen informiert und einige andere Infos umfasst. Eine schöne Geschichte. Nicht zu viel Information, gerade so viel, wie ich im Urlaub aufnehmen möchte. 

HaPtische Sinneseindrücke

Hierunter fällt für mich insbesondere der Welnessbereich und der Außenbereich.

 

Im Welnessbereich fällt die Temperatur angenehm auf. Es war überall so temperiert, dass man sich auch mit nassem Badeanzug und lediglich in ein Handtuch gewickelt wohlfühlen konnte und nicht gefroren hat. Es gab keinen Wind-Durchzug und vor allem: keine Hektik irgendwo, das aber nur am Rande.

 

Die verschiedenen Welness-Ruhe-Bereiche waren allesamt Ruhebereiche im wahrsten Sinne, allerdings nicht unangenehm. Konsequenterweise wieder alles aus Stein, Holz, mit Schaffellen etc. Ein Heubad, ein Kneipbad im inneren und ein Barfußpfad im Außenbereich zur Stimulation der Fußsohlen usw. 

 

Ein schön temperierter Pool und ein herrlicher Whirpool. Ein Sauna-Häuschen, das wir zeit- und temperaturbedingt (Sommer...) nicht genutzt haben. Daher kann ich hier keine eigenen Eindrücke wiedergeben.

 

Alles wirkt optisch sauber und zum Wohlfühlen. Es gibt einfach wirklich nichts zu beanstanden. 

 

Wehrmutstropfen:

Für mein Empfinden schließt der Wellness-Bereich zu früh. Im Winter mag 19:30 Uhr eine gute Uhrzeit sein, im Sommer hätte ich mir schon gewünscht, den Bereich auch danach noch nutzen zu können, um auch im Dunkeln noch im Whirlpool oder in der Sauna zu sitzen. Aber das passt natürlich nicht so gut zu den Abendessen-Zeiten.


03 Tagesablauf - vorschlag

Nicht zu lange schlafen und schon die ersten Sonnenstrahlen oder die morgendliche Stimmung beim Blick nach draußen wahrnehmen, es lohnt sich. Achte auf das Angebot "Sonnenaufangswanderung" - DAS hätte ich gerne gemacht, das kostenlose Angebot habe ich aber leider nicht rechtzeitig wahrgenommen.

 

Anschließend oder alternativ tatsächlich NICHT zu allererst in den Pool, sondern zu allererst nach ausgiebiger Dusche (optional) und/ oder einem Lauf über den Barfußpfad beim Wellnessbereich (ab 7 Uhr) in den Frühstücksbereich (ab 7:30 Uhr) und die Ruhe genießen. Das Hotel bietet vielen Menschen Platz, aber es war zu keiner Zeit überfüllt oder andererseits unangenehm leer. Einfach sehr angenehm, aber ich bevorzuge tendenziell die Ruhe und Einsamkeit. Frühstück gibt es ab 7:30 Uhr bis 10 Uhr. Viele kamen erst so gegen 8-9 Uhr, während dieser Zeit lag der Pool völlig vereinsamt und spiegelglatt da und bot die perfekte Kulisse für Fotos oder eine einsame Baderunde. Ein klein wenig das Frühstück verdauen kannst du auf einem der Liegestühle, während du noch eine Tasse des dort zur Selbstbedienung bereitgestellten Kaffees oder Tees genießt.

 

Am Vormittag bis (frühen) Nachmittag bietet es sich an, aktiv zu sein. Du kannst im Sommer wandern, bergsteigen (geführt oder eigenverantwortlich), E-Biken oder Biken (eigenes oder gemietetes Fahrrad, auch hier gibt es geführte Touren sowie Tourenvorschläge) etc etc. Wir waren einfach eine Runde mit dem Hund spazieren. Der Wanderweg wurde uns sehr gut anhand einer Karte von der Rezeptionistin erklärt. Der Weg war sehr leicht zu gehen (viel zu leicht eigentlich) mit ein paar anspruchsvolleren Teilstücken. Überall viele Einkehrmöglichkeiten, frische Trinkwasserquellen auf dem Weg, Abwechslung aus Wiesen, Wald, Felsstücken. Eine schöne Rundtour für die wir ca. 4 Stunden benötigten und die uns ausreichend müde und hungrig machte und nicht zu viel Abwesenheitszeit aus dem Hotel bedeutete (wir wollten ja die dortigen Angebote auch nutzen in der begrenzten Zeit). 

 

Nach der Rückkehr gab es eine erneute Dusche und Aufenhalt in der Sonne auf der "Indoor-Liegewiese" in unserer Suite. Panoramafenster mit Sonneneinstrahlung, Bergsicht und weicher Matratze mit Kissen. Ein kleines Nickerchen war perfekt an dieser Stelle.

 

Anschließend ein Bad im Whirlpool und im Pool und eine kurze Entspannung zum "Trocknen" in einem der Ruhebereiche und eine kurze Übersichtstour durch die Angebote "Heubett" und den restlichen "NaturaSpa"-Bereich.

 

Danach geht es im Bademantel nach oben auf die Hauptebene/ Erdgeschoss auf einen Kaffee/ Cappuccino und  Nachmittags-Snack. Ab hier hat man noch viel Zeit bis zum Abendessen, die wir natürlich für Fotos nutzten, aber auch für das Füttern des Hundes und einen erneuten kurzen Gassigang in Richtung Hunde-Toilette am Waldrand in ca. 5 Gehminuten Entfernung zum Hotel. Du könntest in dieser Zeit zum Beispiel auch - am entsprechenden Wochentag - an dem  Brotbackkurs (kostenlos) teilnehmen oder dir von Frau Zelger den Kräutergarten erklären lassen, einen Yoga-Kurs besuchen oder in die Sauna gehen oder dich einfach in den Garten legen und dir einen Cocktail bringen lassen.

Alles geht irgendwie langsamer dort, man braucht für alles länger, aber die Zeit vergeht auch nicht so schnell (wenn man keine "Influencer-Pflichten" zu erfüllen hat ;-)).

 

An einem Live-Musik Abend würde ich auf jeden Fall den Abend in der Nähe des Flügels beginnen. Zufällig befindet sich in unmittelbarer Nähe die NaturaBar. Ein Aperitif empfiehlt sich da selbstredend ;-) Die Beratung ist überragend, wenn du unsicher bist. Du kannst dir auch einen ganz individuellen Cocktail mixen lassen. Wenn gerade keine Live-Musik gespielt wird, würde ich das Getränk auf jeden Fall mit nach draußen in den  Garten nehmen und dort noch ein bisschen die Abendromantik aufnehmen und eventuell Markus beim Backen des frischen Brotes zugucken und RIECHEN.

 

Anschließend auf dem Weg zum Tisch entweder das frisch gebackene Brot, Käse und Wurst einsammeln oder ohne das zum Salat-Buffet und einfach in den kulinarischen Teil des Abends starten, auf den Weinexperten Oscar warten  (der lässt dich nicht lang warten ;-)) und dich entertainen lassen, die Abende waren alle beide Stimmungs-Selbstläufer und super schön.

 

Nach dem Abendessen auf jeden Fall noch Mal an die NaturaBar und ein Betthupferl einnehmen. Wir sind im Anschluss durch den Garten und dann durch den "Hintereingang" zu unserer Suite gegangen. Der kurze Gang durch die frische Luft mit vollem Magen war sehr schön. 

 

Um 24 Uhr waren wir im Bett. Es war ein wirklich wirklich wirklich schöner Tag und er war fraglos lang genug, allerdings wäre ein zweiter, ganzer Tag wirklich schön gewesen, denn da wusste man ja erst, was einen so erwartet, was man vielleicht noch machen, buchen, erleben möchte und nach dem zweiten Abend war dann auch die Entspannung endlich voll da. Dass das letzte bisschen Entspannung länger auf sich warten ließ, lag aber BEI MIR sicherlich daran, dass ich so viele Dinge im Kopf hatte, die mit dieser Kooperation zu tun hatten,.

Die Hintergründe dazu kannst du im Blogartikel #13 nachlesen.


04 Video Zusammenfassung Hotel Pfösl

Alles was ich bisher beschrieben habe, habe ich versucht, hier in dem Video für dich nachvollziehbar und spürbar zu machen. Wenn du nicht gerne liest, dann schau dir doch einfach das Video an :-)

Die beste Qualität zum Schauen hast du übrigens über einen PC und direkt über youtube - einfach die Wiedergabequalität manuell auf das Maximum festgelegn!


05 Fazit

Würde ich einen aufenthalt im hotel pfösl empfehlen?

Eigentlich nur eine rethorische Frage, nach dem, was ich bis hierhin  geschildert habe.

Einfach JA! Und ob DU meine Empfehlung annimmst, kannst du ja nun denke ich hinreichend selbst beurteilen.

Rechenexempel und "Preis-Wert"

Mein erster Eindruck von den Preisen dort war: "UPS, das ist echt teuer!".

 

Nun fassen wir mal auf einen Blick zusammen, was die Kosten sind, und was dem gegenüber steht.

Preisspanne - nochmal als erinnerung

ab 139€ über 198€ bis hin zu 246€ pro Nacht und pro Person.

Leistungen - unabhängig von der Preiskategorie inklusive

 3/4 Pension aus

- überragendem Frühstücksbuffet

- Nachmittags-Snack und, mit etwas geschickter Vorplanung (Wochentag beachten):

- AUSNEHMEND herrliches, frisches Brot,

- Salatbuffet und

- Mehr-Gang-Menü in gewünschtem Umfang und gewünschter Zusammenstellung (allergikerfreundlich, natürlich, sehr besonders)

 

Wellness

- Indoor-Bereiche mit verschiedenen Sauna-Arten,

- Sauna mit Panorama-Fenstern in Richtung Berge

- Infinity-Pool

- Whirpool

- Ruheräume innen

- Liegeflächen in gepflegtestem Garten

- Barfußpfad, Kneipbecken, Heubett, etc

 

Live Musik

 

Yoga-, Atemtechnik - Regenerations- Programmpunkte bzw. Kurse

 

Geführte Wanderungen und E-Bike-Tests, "Waldbaden", Sonnenaufgangswanderungen, Kräutergarten-Lustwandeln... etc.

 

Brotbackkurs (ohne Aufpreis!!!)

Verhältnis

Wollen wir mal die Inklusivleistungen vergleichen mit dem was du bezahlen müsstest, wenn du zB. in einem AirBnB wohnen würdest, und annähernd die gleichen Leistungen separat kaufen müsstest oder wolltest, auswärts.

Abgesehen davon, dass du dann für alles deine Unterkunft verlassen müsstest.

 

Allein der Eintritt für einen Wellnessbereich, der annähernd dem des Hotel Pfösl gleich kommt, würde mindestnes 30€ kosten, separat betrachtet. Und der gilt nur, solang du drin bleibst. Einmal rausgegangen, Eintritt futsch. Das bindet dich also zusätzlich auch noch den ganzen Tag, statt dass du die Aufenthaltszeiten aufteilen kannst.

 

Hinzu kommt das Essen. Nicht nur ein Abendessen im Wert von mindestens 50€ pro Person (bis ...€ - es ist ja tatsächlich möglich, so viel zu bestellen wie du möchtest!), ganz zu schweigen von dem perfekten Service, dem Ambiente und dem Wein-Tasting inklusive, wenn du Oscar nicht bremst.

Sagen wir du gehst im Urlaub selbst einkaufen, dann lebst du meist trotzdem teurer als zu Hause, aber noch immer relativ günstig, keine Frage. Aber sobald du im Urlaub essen gehst, gibst du doch meist sicherlich um die 25-30€ pro Person exklusive Getränke aus? Bei uns ist das meist so jedenfalls. Gehen wir mal von 30€ pro Person aus.

 Obendrein auch noch ein all-you-can-eat Brunchbuffet das mich in Frankfurt mindestens 20€ kostet - meist sogar EXKLUSIVE Getränke, die hier inkludiert sind. Und sicher nicht mit Wunscheierspeise (ohne Mengenbegrenzung) auf individuelle Bestellung.

 Der Nachmittags-Snack kommt ebenfalls hinzu. Entspricht irgendwelchen Snacks die du sonst vielleicht über den Tag noch erwerben würdest. Da ist jeder anders, nehmen wir dafür ca. 10€ an. Wenn du sogar ein ganzes Mittagessen bräuchtest, definitiv mehr als 10€. Wir nehmen den günstigen Wert an.

 

Berücksichtige letztlich noch die aufgezählten Inklusivleistungen (Brot backen etc) und eine diskret angenehme, ruhig entspannte Atmosphäre, alles tiptop  sauber und gepflegt, in bester Wander- und Skilage, mit Yogaraum und angenehmer Gast-Struktur hinsichtlich des Auftretens - was man so beurteilen konnte. Abgesehen davon, dass du alles davon außerhalb eines Hotels separat bezahlen müsstest, ist der Wert dessen schwer zu beziffern. Grundsätzlich würde ich aber zwischen 10-15€ für eine Wanderung oder Yoga-Kurs und bis zu 40€ (in Frankfurt kostet sowas 160€ und mehr... nebenbei bemerkt) für einen Brotbackkurs annehmen. 

 

Wenn ich mir diese Inklusiv-Leistungen und die Umsetzung derer (wie nun sicherlich ausufernd beschrieben) vor Augen führe, dann finde ich die 139€ pro Person und Nacht bei Buchung eines Standard-Doppelzimmers mittlerweile sogar günstig. Sehr günstig.

Es ist und bleibt viel Geld, aber im VERHÄLTNIS, und darauf kommt es an, zahlst du für die Nacht in den wunderschönen Zimmern, abzüglich des Verpflegungs-, Welness- und Unterhaltungswertes noch

 

Zimmerpreis "brutto" =

günstigste Kategorie: 139€

mittlere Kategorie: 198€

teuerste Kategorie: 246€

 

minus

Frühstück: 20€ + Getränke, da im Pfösl inklusive und auswärts bei Buffet meist exklusiv ca. 5-10€

Nachmittags-Snack: 10€

Abendessen: 30€  (exklusive Getränke sowohl auswärts als auch im Pfösl, das Pfösl ist nicht teurer als Restaurants der Umgebung was das angeht)

Wellness-Eintritt: 30€

Unterhaltungsprogramm: zwischen 10-40€ oder gar mehr, sagen wir 25€

 

 

Zimmerpreis "netto" =

günstigste Kategorie: 29€

mittlere Kategorie: 78€

teuerste Kategorie: 126€

 

Hand aufs Herz. Für 29€ pro Person kannst du im Hotel Pfösl wirklich schöne Erfahrungen machen.  Wenn du  den Bruttopreis umlegst wird deutlich, wie fair hier aus meiner Sicht kalkuliert wird, insbesondere wenn du dann noch schaust, was Hotels im umliegenden Gebiet kosten, und was deren "Leistungsspektrum" vergleichsweise umfasst. Da würde ich mich ohne Frage sofort wieder für das Pfösl entscheiden, selbst, wenn ich diesmal selbst zahlen müsste.